Ethische Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung

Immer öfter wird Menschen mit psychischer Beeinträchtigung von ihren Ärzten und Therapeuten empfohlen sich einen Hund zu nehmen, denn dieser fördere ihr Wohlbefinden. Wie immer gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille. Hunde können zwar unser Wohlbefinden positiv beeinflussen und als Assistenzhund für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung wahre Wunder bewirken. Jedoch sind sie ebenso feinfühlige Wesen, die Sicherheit und Stabilität brauchen, um sich gesund entwickeln zu können und vor allem, um selbst anderen Sicherheit geben zu können.

Auch die Grenzen der hundegestützten Intervention werden in dem Vortrag thematisiert. Die tiergestützte Therapie boomt momentan sehr stark, jeder will mit seinem Hund anderen Menschen helfen. Studien zeigen, wie wertvoll die Arbeit mit Tieren sein kann, jedoch nur dann, wenn das Tier entspannt ist und alle Beteiligten freiwillig mit machen. Dies zeigt schon die Problematik dahinter: Kann ein Mensch, der nicht im Stande ist sich selber zu versorgen, die volle Verantwortung für einen Hund übernehmen, dessen Bedürfnisversorgung mit einem recht großen Aufwand verbunden ist? Ist es ethisch vertretbar die Bedürfnisse und die Gesundheit des Hundes hinter jener des Menschen anzustellen? Überwiegt der Nutzen für den Menschen dem potentiellen Schaden für den Hund? Und was für einen Schaden könnte der Hund nehmen?

All diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten, trotzdem sollten wir sie uns immer wieder stellen und die Ausbildung und den Einsatz von Assistenzhunden und Therapiebegleithunden kritisch hinterfragen. In dem Vortrag werden die Vor- und Nachteilte für den Einsatz von Assistenzhunden und Therapiebegleithunden für psychisch beeinträchtige Menschen besprochen und mögliche Ansätze für einen gelingenden Einsatz diskutiert.

Datum

Nov 28 2020 - Nov 29 2020

Uhrzeit

9:00 - 16:30

Labels

Alltag,
Familie,
Hund
Kategorie

Veranstalter

Euregio Tierakademie
Website
http://eta-ifa.de/